Die Exkursion nach Dachau

Ein Schüler berichtet:

Am Montag, den 20. November 2017, fuhren wir nach Dachau. Dort wollten wir zur fachlichen Vertiefung der deutschen Geschichte die KZ-Gedenkstätte besichtigen. Nachdem wir im Vorfeld bereits Informationen gesammelt hatten, waren wir entsprechend aufgeregt was uns dort erwarten würde. Nach fast eineinhalb Stunden Fahrt bekam unsere Klasse eine eigene Führung durch die Gedenkstätte.

Zuerst standen wir auf dem Appellplatz des ehemaligen Konzentrationslagers. Die Häftlinge mussten bei starkem Regen, auch bei Hagel oder außerordentlicher Kälte, manchmal stundenlang auf dem Platz stehen, z. B. die Anzahl der Personen wieder vollständig war. Die Vorstellung von den Strapazen, denen die Gefangenen, die gewöhnlich nur dünne Häftlingskleidung trugen, ausgesetzt waren, ist einfach schrecklich und brutal. Das kalte Wetter an diesem Tag gab uns eine schwache Ahnung davon.

Die ursprünglichen Baracken gibt es nicht mehr, aber die Umrisse der Bauten sind deutlich zu erkennen und sie vermitteln einen Eindruck von der Traurigkeit und der Hoffnungslosigkeit, die es für die vielen verzweifelten Häftlinge gab. Zwei rekonstruierte Baracken sollen das beengte Leben der Gefangenen zeigen. Auf den ersten Blick sahen diese Unterkünfte von innen ziemlich unbequem aus. Die Details und die unglaublichen Zahlen, die wir in der Führung zu hören bekamen, ließen uns erkennen, wie schrecklich die Lebensumstände für die Häftlinge gewesen sein mussten. In die Baracken, die ursprünglich für 6 000 Häftlinge bestimmt waren, wurden gegen Ende des zweiten Weltkrieges mehr als 30 000 Häftlinge gequetscht. Dabei handelte es sich großteils um Juden, Homosexuelle, Sinti und Roma oder politische Gefangene.

Die Gaskammern und besonders die Krematorien, in denen Leichen verbrannt wurden, waren ebenfalls sehr beeindruckend und alarmierend, insbesondere, da sie in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten sind. Es gab uns eine Ahnung, wie menschenverachtend diese Zeit der deutschen Geschichte war. Während die Gaskammern in Dachau nie benutzt wurden (warum ist bis heute unklar), waren die Krematorien ständig in Betrieb, da es viele Todesfälle aufgrund von Überanstrengungen, Krankheiten und Erschießungen gab.

In einer Nachbesprechung haben wir noch einmal im Geschichtsunterricht diese informative Exkursion reflektiert und waren uns darüber einig, dass wir die Eindrücke in jedem Fall in Erinnerung behalten werden.
[Johannes Ferk, V 10]
Die Ernsthaftigkeit ist ihnen anzusehen ...
Die Ernsthaftigkeit ist ihnen anzusehen ...
Das Tor zum Lager
Das Tor zum Lager
verspottete alle, die es durchschritten!
verspottete alle, die es durchschritten!
Antreten und Durchzählen bis alles stimmt ...
Antreten und Durchzählen bis alles stimmt ...
Das Wetter passt zur Tour.
Das Wetter passt zur Tour.
Konzentriertes Zuhören, schweigen.
Konzentriertes Zuhören, schweigen.
Ein Schuh für alles Jahreszeiten?
Ein Schuh für alles Jahreszeiten?
Solche Betten waren oft dreifach belegt!
Solche Betten waren oft dreifach belegt!

Auf den Spuren der Römer

Eine Exkursion in den Fächern GSK und Musische Erziehung

Am 12. Oktober machten wir, die Klasse V 7, uns mit Frau Volkmann und Frau Schneider-Maldoff nach Kempten auf, wo wir uns im Archäologischen Park Cambodunum über das Leben der Römer informierten, die hier vor ca. 2000 Jahren eine Siedlung gegründet hatten.

Nachdem wir allerhand über die Götter der Römer, vor allem vieles über Herkules, den Beschützer der Händler, der für die Menschen in Cambodunum besonders wichtig war, gehört hatten, nahmen wir an einer Videoprozession zu seinen Ehren teil und ließen uns ein Brandopfer erklären. So konnten wir erfahren, wie die Römer ihre Götter verehrten.

Nun gingen wir an der Augustusstatue vorbei auf das ehemalige Forum zum „Shoppen“ und erlebten dort auch eine fiktive Gerichtsverhandlung. Anschließend wurden wir in die kleine Therme eingeladen, wo wir manches über die Körperpflege und die Badekultur der Römer erfuhren.

Schließlich legten wir unser modernes Handy beiseite und erprobten die Schreibtechniken der Römer. Wir erfuhren, dass die Kinder der Armen ihre Schreibübungen auf alten Tonscherben machen mussten und merkten, wie viel einfacher es die bessergestellten Schüler hatten, die ihre Aufzeichnungen mit einem Stilus, einem spitzen Griffel, in kleine Wachstäfelchen ritzen durften. Mit dem flachen Ende dieses Gerätes konnte man das in Wachs Geschriebene quasi wieder „ausradieren“. Nun übten wir Sprichwörter in römischen Buchstaben zu schreiben, die wir dann mit Rohrfedern und Tusche auf wertvollen Papyrus übertrugen, so wie es einst mit wichtigen Dokumenten geschah. Zum Schluss durften wir unser Schriftstück sogar noch siegeln.
[2017-10 A. Schneider-Maldoff]
Ausflüge sind immer gut ... hier die V 7 von 2016/17
Ausflüge sind immer gut ... hier die V 7 von 2016/17
Sie schlüpten 2016 in römische Kleidung.
Sie schlüpten 2016 in römische Kleidung.